đ Feuerwehrhaus gebaut â Feuerwehrautos passen nicht rein
5/7/20262 min read


Ein SchildbĂŒrgerstreich der Extraklasse aus Netphen: Die Stadt hat ein nagelneues FeuerwehrgerĂ€tehaus gebaut. Nur leider eines, in das die eigenen Löschfahrzeuge nicht hineinpassen.
Man muss sich das kurz auf der Zunge zergehen lassen: Da plant eine Stadtverwaltung ein neues Feuerwehrhaus. Architekten werden beauftragt, Baufirmen angeheuert, Steuergelder investiert â und am Ende steht ein schickes neues GebĂ€ude, in das die Fahrzeuge, fĂŒr die es gebaut wurde, schlicht nicht hineinpassen.
Willkommen in Netphen, SĂŒdostwestfalen. đ
Die Halle ist zu niedrig. Das Tor auch.
Stadtsprecherin Lina Görg brachte es auf den Punkt â mit einer NĂŒchternheit, die man fast bewundern muss:
âDie Halle ist nicht hoch genug und das Tor zu niedrig."
Mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen. Aber der VollstĂ€ndigkeit halber: Das GebĂ€ude ist aktuell nicht nutzbar, mit einem Bauzaun abgesperrt und steht leer. Die Löschfahrzeuge sind derweil an einem anderen Ort untergestellt. Die EinsatzfĂ€higkeit der Feuerwehr sei aber gesichert â das ist zumindest eine gute Nachricht.
Wer ist schuld? Na, die internen Absprachen natĂŒrlich.
BĂŒrgermeister Marco MĂŒller (CDU) erklĂ€rte, die Ursache seien interne Absprachefehler in der Stadtverwaltung. Eine Formulierung, die so diplomatisch ist, dass man fast vergisst, was sie bedeutet: Irgendwo zwischen Planung und Bau hat niemand gefragt, wie groĂ die Feuerwehrautos eigentlich sind.
Das ist so, als wĂŒrde man eine Garage bauen â und erst danach nachschauen, ob das Auto reinpasst.
Ăberforderung als ErklĂ€rung
MĂŒller wies auch darauf hin, dass aktuell zahlreiche öffentliche GebĂ€ude gleichzeitig sanierungsbedĂŒrftig seien. Die schiere Masse an Projekten habe die zustĂ€ndigen Abteilungen ĂŒberfordert.
Das ist verstĂ€ndlich â und trotzdem: Bei einem Feuerwehrhaus sollte âPasst das Fahrzeug rein?" eigentlich Checklisten-Punkt Nummer eins sein. Noch vor der Farbe der Fassade.
Was jetzt?
Das GebĂ€ude muss wohl nachgebessert werden â was bedeutet: mehr Zeit, mehr Geld, mehr Ărger. Details dazu, wie und wann das Feuerwehrhaus tatsĂ€chlich nutzbar sein wird, sind noch offen.
Bis dahin parken die Löschfahrzeuge eben woanders. Und das neue Feuerwehrhaus steht da â frisch gebaut, unbenutzt und hinter einem Bauzaun â als stilles Mahnmal dafĂŒr, was passiert, wenn Kommunikation in der Verwaltung nicht funktioniert.
Fazit: Manchmal schreibt das Leben die besten Geschichten
Netphen ist kein Einzelfall. Ăberall in Deutschland kĂ€mpfen Kommunen mit ĂŒberlasteten Verwaltungen, zu vielen Projekten und zu wenig Personal. Das Ergebnis sind manchmal Fehler, die man kaum glauben kann â und die trotzdem passieren.
Aber mal ehrlich: Ein Feuerwehrhaus, in das die Feuerwehr nicht reinkommt â das toppt so ziemlich alles.
In diesem Sinne: Gut, dass wenigstens die EinsatzfÀhigkeit gesichert ist. Den Rest regeln wir dann irgendwann.
Quelle: Tagesspiegel / dpa, April 2026
Brauchst du noch einen Social-Media-Post dazu? Der wĂŒrde sich fĂŒr diesen Artikel richtig gut machen â das Thema hat virales Potenzial! đ
DEXTRAVIA | Inh. Michael Schönherr
Oversand 30 | 21217 Seevetal
info@dextravia.de
Telefon +49 (040) 76 11 63 27
Telefax +49 (040) 76 11 63 28


